Wichtigste Sehenswürdigkeiten

Die Siedlung Crespi war ein kompletter und selbständiger Mikrokosmos. Die Arbeiter fanden hier zusammen mit ihren Familien alles, was sie brauchten in einer Epoche, in der der Staat noch nicht soweit war, den notwendigen Schutz und die Versorgung zu gewährleisten, einer Epoche, die durch die Industrialisierung tiefgreifend verändert wurde.

_Der Haupteingang_
Der Haupteingang der Fabrik ist das eindrücklichste Bild von Crespi. Er erscheint quasi als Kathedrale der Arbeit und Industrie. Schornstein, Direktorenbüro und schmiede - eisernes Gitter bilden eine vorzügliche Architektur- Komposition, die zum Symbol der Industriearchitektur am Endes des 19. Jahrhunderts wurde.
Die Fabrik
Die Crespi-Fabrik ist eingeschossig und wird durch das Dekor aus Terrakotta und Backstein charakterisiert.
Das "Schloss"
Die Villa der Crespis erinnert an eine beein- druckende mittelalterliche Burg - ein Symbol der Präsenz des Herrschers. Die Burg verdeutlicht die feudale Hierarchie innerhalb der Siedlung, in der der Meister von der Burg herab über sein modernes industrielles Reich herrscht: über die Fabrik, über die Siedlung und über seine Arbeiter.
Die Arbeiterhäuser
Die ordentlich aufgereihten Siedlungs- häuser im Herzen der Anlage bilden das typischste Bild von Crespi. Die Einzelhäuser wirken einfach, aber angenehm und stellten eine moderne Lösung des Arbeiter- wohnbaues dar. Der Sohn des Firmengründers, Silvio Crespi, war beeinflußt von englischen Vorbildern, die er während seines Aufenthaltes dort kennengelernt hatte.
Villen
Die Arbeiterhäuser bilden nicht die einzigen Wohnbauten in der Siedlung. In den 1920er Jahren beschlossen die Crespis, einige Villen im Stil des Eklektizismus zu errichten. Sie waren hochästhetisch, elegant und kapriziös und wurden den Direktoren und Angestellten zugeteilt.
Die Kirche
Die Kirche von Crespi d'Adda ist eine genaue Kopie der Renaissance- Kirche (Schule des Bramante) in Busto Arsizio. Die Familie Crespi, die aus diesem Ort stammte, wollte die gleiche Kirche errichten als Erinnerung an ihren Herkunftsort und an die italienische Renaissance.
Die Schule
Die Schule war gleichermaßen als nützliches Angebot für die wachsende Bevölkerung wie auch als Vorbereitung künftiger Arbeitskräfte konzipiert. Den Schülern brachte man nicht nur das Lesen und Schreiben bei, sondern auch die Fähigkeiten, die sie als spätere Arbeiter brauchen würden.
Das Gemeinschaftszentrum
Das Siedlungs- zentrum wurde für Freizeit- und Kultur- aktivitäten angelegt. Die Arbeiter konnten sich hier nach der harten Fabrikarbeit treffen. Hier gab es auch eine Bibliothek und eine Kegelbahn.
Das Waschhaus
Das Waschhaus ermöglichte es den Frauen, die Wäsche nahe beim Haus zu waschen und so den langen Gang zum Fluß, beladen mit schweren Wäschekörben, zu vermeiden.
Der Friedhof
Der Friedhof von Crespi ist am Ende der Hauptstraße angeordnet. Er wird dominiert von der Kapelle der Crespis - einer geschmückten Pyramide von exotischem Geschmack und eklektischem Stil. Sie dient als Grablege der Familie Crespi.Das Monument erhebt sich hoch über den Arbeitergräbern: kleine Kreuze, in strengen Reihen auf der Rasenfläche ausgerichtet.
a cura di:   CRESPI CULTURA Associazione Culturale Villaggio Crespi   PI 02808360164   © 2017
TEL 02 90987191   SITO WEB www.villaggiocrespi.it   EMAIL info@villaggiocrespi.it   PEC villaggiocrespi@pec.it